Juckende Kopfhaut kann tatsächlich ein Hinweis auf Kopflausbefall sein. Allerdings sind auch andere Ursachen möglich, z.B. trockene Kopfhaut.

Achtung: Nicht immer verursacht Kopflausbefall Juckreiz!

So finden Sie heraus, ob es sich wirklich um Kopflausbefall handelt:

Die beste Methode ist das Durchkämmen der Haare mit einem Läusekamm/Nissenkamm.

Viele Betroffene versuchen es zunächst auch mit der „visuellen Methode“. Das heißt, sie untersuchen ihren Kopf mithilfe eines Spiegels auf Läuse bzw. deren Eier/Nissen. Oder sie bitten eine andere Person, einen prüfenden Blick auf Haare und Kopfhaut zu werfen. Hilfreich dabei ist eine Lupe. Allerdings: Bei dieser Art der „visuellen Inspektion“ werden nur in rund 30% der Fälle die Läuse tatsächlich entdeckt – also am besten direkt zum Läuse-/Nissenkamm greifen!

Warum juckt die Kopfhaut bei Läusebefall?

Läuse durchstoßen die Kopfhaut mit ihrem Stech- und Saugrüssel. So „zapft“ die Laus dem Menschen Blut ab, denn davon ernährt sie sich. Um zu verhindern, dass das Blut gerinnt, geben Kopfläuse – genauso wie Gelsen – über ihren Speichel ein Sekret ab. Dieses Sekret verursacht dann wie bei Gelsenstichen kleine, juckende Quaddeln auf der Haut.

Woher kommen Kopfläuse?

Da gibt es nur einen Weg: von einem anderen Kopf! Läuse fallen weder von Bäumen, noch werden sie von Haustieren übertragen. Läuse verbringen ihr ganzes Leben im menschlichen Kopfhaar. Kopfläuse gibt es übrigens schon seit Tausenden von Jahren: Bei den Ausgrabungen von Mumien aus dem alten Ägypten wurden bereits mumifizierte Läuse und Nissen in deren Haaren gefunden.

Nissen kommen übrigens ebenfalls nur über einen Weg in die Haare: wenn bereits Lausbefall vorliegt und die Lausweibchen Eier legen.

Begriffserklärung Läuse – Larven – Lauseier – Nissen

Es werden 4 Entwicklungsstadien von Läusen unterschieden:

  • Erwachsene Läuse: leben bis zu vier Wochen. Das Weibchen produziert in dieser Zeit etwa 150–300 Eier.
  • Larven/Nymphen der Kopflaus: die jungen Läuse. Die Larven wandern nach dem Schlüpfen zur Kopfhaut und bleiben dort. Sie verlassen den Kopf nicht. Die Larve oder Nymphe braucht 9–12 Tage, bis sie ein geschlechtsreifes Insekt ist. In dieser Zeit häutet sie sich etwa drei Mal.
  • Weiß-bräunlich-graue Eier der Kopflaus: 7–10 Tage dauert die Entwicklung im Ei, bis die Larve schlüpft.
  • Nissen: weißliche, leere Eihülle, die nach dem Schlüpfen der Larve übrig bleibt. Der Begriff „Nisse“ wird jedoch zumeist gleichbedeutend mit „Lausei“ verwendet.

Dauer des Kopflausbefalls

Ohne Behandlung verlassen Kopfläuse ihren menschlichen Wirt nie, denn sie sind auf dessen Blut als Nahrung angewiesen. Mit einem entsprechenden Lausmittel aus der Apotheke können Sie die Läuse aber bereits mit nur einer Anwendung loswerden!

Läuse Insekten, Hautparasiten des Menschen, 2–3 mm klein, meist graubraun

Eier

von Kopfläusen = weiß-bräunlich-grau, Größe eines Sandkorns, kleben am Haar

Nissen

weißliche Eierhüllen, aus denen die Larven schlüpfen. Im Volksmund wird „Nisse“ gleichbedeutend mit „Lausei“ verwendet.

Läusekamm/Nissenkamm

Kamm mit sehr engen Zinken, die Läuse und deren Eier/Nissen gut erfassen

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