Sollten bei Ihnen oder Ihren Kindern Läuse auftreten, ist es nicht erforderlich, die ganze Wohnung speziell zu reinigen. Denn ohne „Blutsaugen“ überleben Kopfläuse bei Zimmertemperatur nur etwa drei Tage.

 

Erforderliche Reinigungsmaßnahmen:

  • Kämme, Bürsten und Haarspangen etc. sorgfältig reinigen. Warmes Seifenwasser genügt, ein Desinfektionsmittel ist nicht notwendig.
  • Bettwäsche und Handtücher sollten Sie wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Polsterbezüge und Teppiche gründlich saugen, Desinfektionsmittel sind nicht erforderlich.
  • Weitere Maßnahmen gegen Lausansteckung

 

Verstecken sich Kopfläuse in Polstern oder Matratzen?

Nein. Denn Kopfläuse halten sich – ganz ihrem Namen entsprechend – am liebsten auf Köpfen auf. Ohne Not verlässt eine Laus ihren menschlichen Wirt nicht. Läuse brauchen schließlich unser Blut als Nahrung. Deshalb wandern sie nicht in der Wohnung herum und machen es sich auch nicht in Polstern oder Matratzen gemütlich. Das Wechseln der Bettbezüge und Handtücher reicht daher bei Lausbefall aus. Sicherheitshalber können Sie Polster und Matratzen absaugen – das genügt dann als „Lausabwehr-Attacke“.

 

Übertragungsweg der Kopfläuse

Die Ansteckung mit Kopfläusen erfolgt nur über einen Weg: von Kopf zu Kopf. Bei dieser „Wanderung“ von einem Kopf zum anderen muss es aber wirklich zu direktem „Haar-zu-Haar-Kontakt“ kommen. Denn Kopfläuse können nicht fliegen oder springen, sondern nur krabbeln.

Dies ist auch der Grund, warum Kinder häufiger von Lausbefall betroffen sind als Erwachsene: Beim gemeinsamen Spielen etc. stecken Kinder viel öfter die Köpfe zusammen als Erwachsene das tun.

Ob kurzes oder langes, glattes oder gelocktes Haar ist der Laus übrigens völlig egal.

 

Übertragung über Gegenstände ist selten

Da sich Kopfläuse von Blut ernähren, würden sie ihren menschlichen Wirt, der sie ernährt, nie freiwillig verlassen. Eine Kopflaus kann sich zudem sehr gut an unseren Haaren festhalten. Sie fällt also nicht so leicht von unserem Kopf. Daher finden sich nur selten Kopfläuse auf Gegenständen. Es kann höchstens einmal passieren, dass eine Kopflaus an einem Gegenstand, mit dem die Haare in Berührung kommen (z.B. Haube), hängen bleibt. Außerhalb des Kopfes wird eine Laus dann jedoch sehr schnell träge und unbeweglich – von dem Gegenstand auf einen neuen Kopf zu gelangen ist für sie daher gar nicht so einfach. Zudem kann eine Laus ohne Blutmahlzeit maximal 55 Stunden überleben. Eine Kopflausübertragung über Gegenstände ist daher eher selten.

 

Werden Kopfläuse durch Haustiere übertragen?

Nein. Kopfläuse sind ausschließlich Parasiten des Menschen.

Kopfläuse

Insekten, Hautparasiten des Menschen, 2–3 mm klein, meist graubraun

Links:

« Zurück zur Übersicht