Ein Läusekamm hat sehr enge und starre Zinken. Mit diesen können Kopfläuse , Larven und Nissen (Lauseier) gut erfasst werden.

Der Läuse- bzw. Nissenkamm kann einerseits zur Diagnose, also zur Überprüfung, ob wirklich ein Lausbefall vorliegt, eingesetzt werden. Andererseits kann man mit seiner Hilfe auch nach der Behandlung mit einem Anti-Läuse-Mittel die Haare auskämmen und so die toten Läuse und Larven entfernen.

Zur alleinigen Lausbekämpfung kann ein Läusekamm zwar eingesetzt werden. Allerdings muss dann mehrfach über Wochen hinweg gekämmt werden. Während dieser Zeit können weiterhin Läuse auf andere übertragen werden. Daher besser gleich ein Anti-Läuse-Mittel aus der Apotheke einsetzen!

Läusekamm-Einsatz zur Diagnose:

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Zuerst die Haare mit einem normalen Kamm oder einer Bürste entwirren, sprich, durchkämmen

Vor dem Auskämmen mit einem Läuse- oder Nissenkamm die Haare mit Wasser anfeuchten, eventuell Haarspülung verwenden (macht die Haare leichter kämmbar)

Haare strähnenweise mit dem Läuse- oder Nissenkamm durchkämmen

Läusekamm langsam durch die gesamte Haarsträhne ziehen, also von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen

Nach jeder Haarsträhne Kamm auf einem hellen Handtuch oder einem Küchenpapier abstreifen. So sehen Sie, ob Läusebefall vorliegt.

Nach dem Auskämmen mit dem Läusekamm sollte die Kleidung gewechselt und entsprechend gereinigt werden (ein Desinfektionsmittel beim Waschen zuzugeben ist NICHT notwendig).

Läusekamm-Einsatz zur Überprüfung des Behandlungserfolges

Nachdem Sie ein Anti-Läuse-Mittel angewendet haben, sollten Sie nach ca. 8–10 Tagen überprüfen, ob der Lausbefall auch wirklich beseitigt wurde. Denn besonders widerstandsfähige Nissen können innerhalb dieses Zeitraums doch noch geschlüpft sein.

Tipp: Fragen Sie in der Apotheke nach einem Anti-Läuse-Mittel, dass die Läuse in allen Entwicklungsstadien (also auch Nissen und Larven) abtötet.

Was unterscheidet einen Läuse- bzw. Nissenkamm von einem normalen Kamm?

Bei einem Läuse- bzw. Nissenkamm stehen die Zinken enger beieinander, um die winzigen Läuse und Nissen erfassen zu können. Mit einem herkömmlichen Kamm gelingt dies nicht.

Was können Sie sonst noch tun?

Zur wirksamen Abtötung sowie zur Verhinderung eines Wiederbefalls sollten Sie zudem folgende Maßnahmen setzen:

  • Handtücher, Wäsche und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius waschen
  • Haarbürsten, Kämme, Spangen, Hauben gründlich waschen
  • Kleidung, die während des Lausbefalls getragen wurde, waschen
  • Polsterbezüge und Teppiche mit dem Staubsauger absaugen

Läusekamm/Nissenkamm

Kamm mit sehr engen Zinken, die Läuse und deren Eier/Nissen gut erfassen

Kopfläuse

Insekten, Hautparasiten des Menschen, 2–3 mm klein, meist graubraun

Larven

die gerade aus dem Ei geschlüpften Läuse (können sich noch nicht vermehren, Läuse werden erst nach 9–12 Tagen geschlechtsreif)

Nissen

weißliche Eierhüllen, aus denen die Larven schlüpfen. Im Volksmund wird „Nisse“ gleichbedeutend mit „Lausei“ verwendet.

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